Vortrag: „Kraftfahrzeugantriebe der Zukunft im Spannungsfeld zwischen Wunsch und Wirklichkeit“ Prof. Bargende, Hans-J. Bernardi, FDP Metzingen, Rudi Fischer, Landtagsabgeordneter der FDP (v.li.n.re)

Vortragender:

Herr Prof. Dr.-Ing. Michael Bargende,

Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart  – FKFS –

Datum:                                 Donnerstag. 31.10.2019

Beginn:                                19:00 h

Veranstaltungsort:            Kulturforum Metzingen, Eisenbahnstraße 29, 72555 Metzingen (gegenüber dem Postgebäude am Bahnhof)

 

Pressemitteilung

                       

„An der Elektrifizierung des Antriebsstrangs führt kein Weg vorbei“

 

Mit dieser Aussage begann der Vortrag von Professor Bargende (Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart  – FKFS –) vor einem gespannten Publikum am 31.10.19  im Kulturforum in Metzingen. Der Vortragende und der ausrichtende Ortsverband der FDP Metzingen freuten sich über weit mehr als 60 interessierte Gäste.

Treiber für die derzeitigen Antriebstrangentwicklung in der Automobilindustrie ist die Reduzierung des CO2-Ausstosses auf 75 g/km in der EU im Jahre 2025 und die weitere Verschärfung in 2030 nochmals auf 60g/km CO2.. Schon der Wert für 2025 ist lt. Prof. Bargende mit reinen Verbrennern nur durch Ultraleichtbau zu erreichen, was die Kosten erhöht.

Prof. Bargende zeigte die nach dem derzeitigen Stand der Kenntnis in Frage kommenden Antriebsarten für PKW auf. Erwähnt wurden Fahrzeuge mit reinem Verbrenner-, Hybrid- und Brennstoffzellenantrieb, sowie Batterie-elektrische Fahrzeuge (BEV).

Es wurde auch die Frage nach dem Kundennutzen von reinen Elektroautos beleuchtet und festgehalten, dass reine Stromer derzeit noch nicht massentauglich sind. Hauptproblem hierbei sind die Reichweiten, die sehr stark durch höhere Fahrgeschwindigkeiten auf der BAB und durch den Betrieb mit Heizung oder Klimaanlage reduziert werden. Gleichzeitig ist die Ladeinfrastruktur noch zu gering.

Als Alternative schlägt Prof. Bargende Plug-In-Hybride vor, die am ehesten das Potential haben, die 2030er CO2-Grenzwerte von 60 g/km zu erreichen.

Es handelt sich um Fahrzeuge mit Verbrennungs- und Elektromotor, sowie entsprechender Batterie, womit man auch größere Strecken ohne Ladung bewältigen kann. DAIMLER bietet bereits solche Fahrzeuge mit moderatem Aufpreis an, die die 2030er EU-Grenzwerte erfüllen. Allerdings, und das wurde betont, macht es keinen Sinn, einen Plug-In-Hybrid zu fahren und ihn nie an der Steckdose aufzuladen!

Nach dem lebhaften Vortrag gab es bis in den späten Abend noch rege Diskussionen.

Themen, wie gefährdete Arbeitsplätze und Ressourcenverbrauch durch die e-Mobilität, Batterie- und Lademanagement, Wasserstofftechnologie, alternative Kraftstoffe,  sowie Bezahlbarkeit der Fahrzeuge für die Kunden, waren für die Zuhörer von großem Interesse und wurden von Professor Bargende zu aller Zufriedenheit beantwortet.

 

Prof. Bargende, Hans-J. Bernardi, FDP Metzingen,

Rudi Fischer, Landtagsabgeordneter der FDP (v.li.n.re)                                   Prof. Dr.-Ing Michael Bargende